Samstag, 5. Februar 2011

25. Dezember 2010 - Weihnachten bei Bree

Weihnachten in Brisbane

Kurz vor Weihnachten steht meine Planung für die Weihnachtsfeiertage und den Jahreswechsel.
Am 23. Dezember fahre ich nach Brisbane, verbringe dort Weihnachten, welches hier am 25. gefeiert wird und fahre  dann am Boxingday (26.12.) nach Miles um dort einige Tage auf Brads Elterns Ranch zu verbringen. Die anderen also Bree, Jesse, Sean, Tara und Lindsay wollen einen Tag später nachkommen. Über Silvester wollen wir dann alle wieder nach Brisbane fahren um das große Feuerwerk zu sehen.
So weit der Plan...und wie so vieles ist das Umsetzen eines Plans, hier in Australien, vom Wetter abhängig…hab ich mal eben nicht bedacht, aber dazu später...
Also Weihnachten: Die Strecke von 600 km ist hier auf Grund der Distanzen nicht viel (gefühlt wie eine Trip  von Stuttgart nach Weissenburg), also ab ins Auto und los. Die Strassen sind nach den leichten Überschwemmungen in ziemlich schlechter Verfassung und mit ziemlich schlecht, mein ich ziemlich schlecht..also in Deutschland kaum denkbar..eher Kasachstan  Verhältnisse : )
Die ersten 200 Km bringe ich ohne Zwischen fälle hinter mich. Kurz nach Dalby dann eine Verschlechterung der Strassen (dachte nicht das das noch geht!). Das heisst die Strasse ist wellig, und ab und zu fehlen Stücke des Strassenbelags. Meterlange Löcher voll mit Wasser, und man kann kaum sehen wie tief sie sind. Ich geh auf Nummer sicher und versuche sie zu umfahren wenn möglich.
Und als ich da so vor mich herfahre sehe ich wieder mal ein Wasserloch kommen, etwa 3 meter lang und über die ganze Spur auf meiner Seite. Nicht gut. Also bremse ich langsam auf 60 kmh und setze meinen Blinker. Die Idee:  auf der anderen Spur das Wasser zu umfahren. Kein Gegenverkehr, nur ein Auto hinter mir mit reichlich Abstand. Ich fange an auszuscheren und merke dass was net stimmt. Beim Schulterblick seh ich das Auto welches ein gutes Stück von mir entfernt war, fast neben mir, dieser A**** will mich tatsächlich überholen, obwohl ich geblinkt hab und schon halb auf der anderen Spur bin!!! Also zurück auf meine Spur und direkt ins Wasserloch. Und ich wusste es wird nicht spaßig. Ich erlebe Aquaplaning vom feinsten, meine beiden rechten Räder sind auf Wasser, die linke Seite konnte ich noch auf den halbwegs trockenen Streifen links von mir, zwischen Gras und Wasserloch,  bringen..aber das bringt mir nicht viel wie ich feststelle. Denn mein Auto beginnt sich  (um die eigene Achse) nach  rechts zu drehen. Na toll. Nun schlittere ich seitlich, die Hinterräder auf dem nassen Gras neben der Strasse und die Vorderräder beide im Wasser. Wär ja net so schlimm, wenn da nicht dieses nach hinten rutschen  wäre. Ich brauch gar nicht hinzuschauen, ich weiss dass alle Strassengräben voll mit Wasser sind, und man kann nicht sagen wie tief 50 oder 150 cm. Also halt ich mein Lenkrad gerade und gebe der Lady ne Portion Gas um sie nach vorne, aus dem Graben zu bringen, was mir auch dank des 4-Rad-Antriebs gelingt.   Der Überholer ist mittlerweile auf und davon und links und rechts ist alles frei! (Gott sei Dank!) Aus dem Graben geschafft, muss ich Lila nur wieder ausrichten...leichter gesagt als getan, ich versuche es so sanft wie möglich zu machen, hab schließlich keine Lust auf Pirouetten! Das geht ganz gut, bis ich fast ganz gerade bin…spätestens da fällt mir wieder ein, das ein Kombi einen großen Nachteil hat..einen dicken, schweren Hintern! Dieser bekommt dank der Schleuderkräfte einen Drang nach rechts von der Strasse zu schlittern..nicht gut, weil ebenfalls Wasser!!! Aber was soll ich machen, ich halt mein Lenkrad gerade und versuch mit etwas mehr Beschleunigung das Auto auszurichten, was nichts bringt. Sobald mein rechtes  Hinterrad auf matschigem Gras landet versuche ich nur noch eine komplette Umdrehung bzw. eine unsanfte Landung im Graben zu vermeiden und halte das Lenkrad, gegen meine panischen Instinkte es wie doof rumzudrehen, gerade und bremse so sanft und schnell wie möglich. Dann Wasserfontänen überall, weisser Dampf und ein nicht gutes schleifendes Geräusch unter dem Auto. Mit einem mehr oder weniger sanftem „Flatsch“ komm ich zum halt.
(Ich stoße einen Fluch aus, der etwas mit dem Gewicht des Hinterteils des Autos zu tun hat-nicht schön, ich entschuldige mich nachher bei Lila..)  Ich weiss ich bin im Wasser, weiss nur nicht wie tief, der Motor läuft noch gleichmäßig, also ist es noch zumutbare Tiefe vorne, nur wie tief mein Auspuff hängt weiss ich nicht, ich leg den Rückwärtsgang ein und  hau meine Diffsperre rein. Etz wo ich drin bin ist auch egal, schlimmer kann ichs net machen, also gebe  ich mit viel Gefühl was geht, aber das Auto bewegt sich nicht von der Stelle. Shit. Ich lass den Motor laufen und öffne die Tür. Na toll. Das Wasser steht bis zu Schwelle. Mist. Ich steig aus und wate um das Auto herum um mein Landeplatz zu begutachten. So’n mist. Ich bin mit allen Vieren in wadentiefen Wasser, voll mit Gräsern. Etwa drei Meter neben der Strasse. Toll. Und jetzt fangen meine Hände auch noch an zu zittern. Ich wundere mich erst, denn trotz Regen ist es ziemlich warm. Aber dann wird mir klar, Schock, kommt immer danach; hab mich eh gewundert,  warum ich so klar denken konnte die ganze Zeit. Ich mach das vernünftigste was mir einfällt, setz mich ins Auto und trinke erst mal Cola. Hier zusammenbrechen wär net ganz so vorteilhaft.
Es wirkt und nach einigen Minuten reiß ich mich zusammen und steige wieder aus. Versuch meine Räder erstmal von dem Schlammigen Grasbüscheln zu befreien, die sich um die Bremsscheiben gewickelt haben, während ich auf ein vorbeifahrendes Auto warte. Das braucht nicht lange und ich bin so erleichtert, dass ich grinsenderweise durch das Wasser, dem Mittsechziger Pärchen entgegen watschel. Sie Runzeln die Stirn und fragen mich ob ich okay bin. Nun lustiges Bild..ein Kobi im Wassergraben und daneben ein Blondes etwas in Hotpants und Top , Barfuss durch en Schlamm watend mit einem Grinsen im Gesicht. Und das erste was mir einfällt ist und was ich auch sage ist: „ Didn’t knew she has such a fat ass!“ (hab nicht gewusst, dass sie so nen fetten Hintern hat). Bereue auch gleich, dass ich das gesagt hab, sind ja schließlich ältere Herrschaften vor mir und nicht meine Freunde…muss eine Nachwirkung des Adrenalins sein… ich lache auf und  versichere ihnen, dass es mir gut geht und dass ich ein Wasserloch getroffen hab. Sie nicken wissend und sagen, dass sie leider kein Seil haben, aber dass sie in die Stadt fahren und jemanden holen der ein Seil hat. Aber das ist net notwendig, im selben Moment hält ein Ford Falcon. Ein Mann in Arbeitershirt (neongelb-blau) steigt aus und grinst. „Potthole? (Wasserloch)“ frägt er nur, ich sag  „Yeah, and a stationwagon, a not good combination! (ja und ein Kombi, eine nicht  gute Kombination!)“.  Er lacht, sagt er habe keine Snatchstrap dabei, aber er würde dableiben, falls wir zwei weitere Kerle anhalten könnten, denkt er könnte man das Auto rausdrücken. Klingt machbar, hab ich ja auch schon einige Male anderen dabei geholfen. Und ein Kombi ist eindeutig leichter, als ein Pickup oder ein Jeep. Aber kurz darauf hält ein Lastwagen an. Der Fahrer steigt grinsend aus „Potthole?“, ich nicke nur und er packt in aller Gelassenheit ohne ein weiteres Wort eine Metallkette aus, gibt mir das eine Ende und befestigt das andere an seinem Laster. Der erste Versuch scheitert, ich höre ein metallisches Scheppern und stelle fest, nach dem ich ausgestiegen bin, dass meine Abschleppöse, nicht mehr an meinem Auto ist sondern an der Kette.  Aber keine Panik auf der Titanik, wir versuchen etwas anderes zu finden wo wir den Hacken befestigen können und finden witziger Weise eine zweite Öse, auf der linken Seite.  Ruck Zuck ist mein Auto wieder auf der Strasse und wir verabschieden uns alle lachenderweise...ist wohl normal hier.
Soviel zu meinem Auftakt…
Nun in Brisbane angekommen ist alles ziemlich gelassen. Brees Mum ist eine sprössling der Hippigeneration, das heisst im Grossen und Ganzen „Mi Casa, Sou Casa“ oder wie sie es sagt, sobald du dich selbst bedienst und mich in Ruhe lässt bist du hier herzlich willkommen. Hahaha. Das Haus ist ein Bungalow, mit Palmen und einem Pool, etwa 20 km von Stadtkern von Brisbane entfernt. An diesem Tag gehen wir erstmal Mitternachtsshoppen und den Rest des Abends verbringen wir auf der Terasse…
24. Dezember 2010
Am Morgen beschließen wir  an die Küste zu fahren. Surfers Paradise, ist das Ziel, genau da wo ich einige Tage verbracht hab! Sean und Jesse sind mittlerweile auch in Brisbane angekommen, also verabreden wir uns in Surfers am Hard Rock Cafe.  Trotz des leichten Nieselregens ziehts mich ins Wasser, die Mädels wollen lieber shoppen..ätz..leute Straaaanndd!!!  Sean, Jesse und Tara  nörgeln etwas rum,  ihnen ists zu kalt, sie bleiben draussen. Ein Blick auf die Wellen und ich schüttel nur meinen Kopf und sage dass ich eben allein geh. Der Stand ist so gut wie leer, nur einige Surfer tollen in den Mannshohen Wellen! Was für ein Traum! HAHAHA. Das Wasser ist warm und ich hab meinen Spaß!! Jesse hälts net aus und springt auch ins Wasser. Danach geht’s in einen Pub und danach Mc Donalds, noch einige Weihnachteinkäufe und dann zurück zu Bree. Den Rest des Tages verbringen wir mit Geschenke verpacken. Am Abend kann ich endlich wieder ins Internet und ich treff sogar meine liebe Mama! Juhu!
25. Dezember 2010
Okay, das komische Weihnachten beginnt  in der Früh! Als erstes springt Bree auf mein Bett und schreit „Merry Christmas“..nach einem Kaffee unter den Palmen, beginnt das Haus sich zu füllen, Leute kommen und gehen, viel Handgeschüttele und Merry Christmas, die Geschenke stapeln sich unter dem Künstlichen Weihnachtbaum... die Klima ist auf volle Pulle...draussen schnattern die Kakadus. Wir springen in den Pool und während wir vor uns herplätshern und eisgekühlte Getränke schlürfen, bereitet Heather (Brees Mama) das Weihnachtsessen vor. Der Tisch auf der Terasse wird gedeckt und wir machen uns schick.
Zum Essen gibt es  Riesengarnelen, Musscheln , Krebsfleisch und allerlei andere Meeresfrüchte. Und kaltes Hühnchen, in Scheiben auf einer Platte. Alles kalt, weils hier so heiss ist. Kleine Weihnachtsbäumchen erinnern mich daran, dass das hier das Weihnachtsessen ist und ich könnte mich echt dran gewöhnen: )
Danach ist Bescherung, und ich bin nun um einige Australische Assessoires und anderes Krimskrams  reicher, wie zwei Hüte, eine Bierflaschenkühler, eine blinkende Brille deren Gläser die Form von Cocktailgläsern haben, Boxen für mein I-Phone, Räucherstäbchen, ein grosse Buddhafigur, eine Australienflagge, ein Strandhandtuch, ein Fotoalbum, ein leuchtendes Martiniglas (!!!??!!!) und das tollste überhaupt. Ein Ding, welches in Deutschland illegal ist. Also mein Auto hat ja nur ein Kassettendeck. Und was dieses Ding macht ist, ich stöpsel es an mein Handy und es übersetzt das Signal in ein Funksignal, welches ich mit meinem Radio empfangen kann, auf der von mir vorgewählten Frequenz!! HAHAHA Ich liebe es!!
Mit etwas Wehmut denk ich dran, dass ich mein Päckchen für meine Eltern noch nicht schicken konnte, da die Post wegen den Überflutungen zu ist…aber das kommt noch :P
Danach geht’s wieder auf die Terrasse..wir spielen 4-Kings und es wird ein feucht fröhlicher Abend...gegen Mitternacht  beschließen wir uns im Pool etwas abzukühlen und ich krall mir gleich mal den  aufblasbaren Sessel-mit Flaschenhalter! Tolle Erfindung. Also endet der Abend für mich auf dem Sessel liegend, im Wasser treibend, Getränk im Getränkehalter, zurückgelehnt, mit dem Blick auf den wundervollen Sternenhimmel Australiens. Wunderschön.




22. Dezember 2010 - Sonnenuntergang für Dani

Sonnenuntergang
Diesen Blogeintrag widme ich meinem besten Freund Dani!  Er bettelt nämlich schon seit längerem nach einem Sonnenuntergangsfoto!  Und ich muss sagen, dass ich hier jeden Tag Sonnenuntergänge fotografieren könnte..einfach wunderschön! Aber hier ein ganz besonderer..und die Farben sind garantiert nicht bearbeitet, es ist wirklich so!!! Und  weils so schee ist pack ich noch Fotos von einem Sturm drauf.


So what to do if noone can tell me
What will be tomorrow
What if I learn to trust-to love
Who tells me if its worth it?

Sitting here watching the dusk
Colored red and blue at the same time
Its so soothing knowing
That dawn will come for sure

Wer geht schon angeln in einem Naturschutzgebiet nach drei Tagen Regen!?!


Ja wer geht schon angeln in einem Naturschutzgebiet ohne befestigte Strassen, nach drei Tagen Dauerregen?! Australische Jungs die meinen, dass ein Hilux unbesiegbar ist.
Haha sag ich da nur! Also eines Tage brechen die Jungs mit ihrem Toyota Hilux auf um im Lonesome Naturschutzgebiet fischen zu gehen. Am Ziel kommen sie nie an, denn auf halber Strecke setzen sie ihren Pickup auf die Differenzialachse im hüfttiefen Schlamm. Marschieren fünf Kilometer zurück bis sie wieder Empfang haben und lassen sich abholen, um in Injune ihren Landcruiser zu holen. Dieses Gefährt ist zwar leistungsstarker aber dementsprechend auch schwerer…dumm das ganze wenn es darum geht über Schwammige Erde zu fahren. Das ganze artet aus, als sie den Hilux herausziehen, aber zu gleicher Zeit die Reifen des Cruisers sich in die Erde förmlich fressen. Nun den Hilux haben sie draussen und versuchen mit dem den Cruiser hgerauszuziehen, was auf normalem Grund schon eine Heraussforderung ist, wegen dem erwähnten Gewichtsunterschied! Und Voila sitz der Hilux wieder bis zur Hälfte der Reifen im Schlamm, der die Konsistenz von Kartoffelpüree hat! HAHAHA da kann ich nur lachen, wie doof kann man sein! Nun darauf hin rufen sie Warrick, der auch einen Pickup hat und fragen ihn ob er ihnen hilft, naa klaaa sagt der und kommt gleich mal angefahren. Versucht den Cruiser herauszuziehen und schafft es natürlich nicht, der ist ja schwerer!!!! Das einzige was der schafft ist es sein  Auto ebenfalls in schlamm zu setzten. Aber das ist gottseidank net sooo tief, also schaufeln sie es frei. Nur hört er auf dem Heimweg einen Knall und viel Rauch und so.. hhm Allradantriebsbox im Arsch! Das kann teuer werden.
Also kommen sie zurück, ohne geangelt zu haben und zwei Pickups ärmer. Die sitzen dann im Lonesome für eine Woche fest, weil Petrus sein Spass hat! Und ein Pickup geschrottet. LOL die Gesichter hättet ihr sehen müssen!
Nach einer Woche rumnörgeln (jetzt müssen sie die 500 Meter zu Pub schließlich laufen hahaha) und Strategien überlegen (die autos müssen ja schliesslich irgendwann wieder rausgezogen werden) gings ab nach Roma. Shopping für Männer: 2* Snapstrech (siehrt aus wie eine Slackline), Karabiner, ein Stahlseilgewinde mit Motor (sehr schick und teuer) und unzählige Ketten. Alles eingepackt, noch eine Motorsäge draufgepackt, Schaufeln und lieterweise Wasser und ein Quad. Ich meine Stiefel angezogen und Kameratasche umgeschnallt und los gehts mit der Mission „Unbogging the cars“. 
Im Lonesome angekommen, müssen wir etwa 2 Kilometer von dem Schauplatz entfernt auf Quad umsteigen, weil der Grund immer noch zu weich für Autos ist. Nach etwa 10 Mal hin und her fahren haben wir nun auch alle Menschlein und alles Werkzeug bei den feststeckenden Autos.
Und es schaut echt schlecht aus. Durch die anhaltenden Regengüsse ist die Erde immer noch ziemlich suppig.. naja einen Versuch ist es wert. Wir arbeiten an zwei Fronten, ein Teil von uns versucht den Hilux zu untergraben und die so freigelegten Spuren mit Baumstämmen und Ästen auszulegen, um den Pickup auf altmodische Art und Weise aus dem Schlammloch zu fahren.
Beim Cruiser ist das schon ein anderes Kaliber. Dieser steht nämlich quer im Weg mit dem hinterem linken Reifen fast komplett versunken, mit der Hinteren Achse aufgesetzt und ich frag mich immer noch wie Jesse das geschafft hat! Also haben sich die Jungs etwas ganz tolles überlegt, die Seilwinde. Die wird am Auto angebracht. Aber soooo einfach ist des net, denn dafür müssen wir den „Bullbar“ abmontieren..das heisst ein ziemliches Gefiesel bei gefühlten 100 Grad in der prahlen Sonne!
Nach zwei einhalb Stunden Geplage ist das Ding auch drin, danach geht alles ziemlich schnell, das Seil am Baum angebracht zieht sich das Auto von selbst heraus und dann noch einige Manöver später ist es auch wieder gerade auf dem Weg.
Beim Hilux geht nix vor oder rückwärts, jeder Versuch das Auto zu bewegen lässt es nur noch mehr versinken. Als wir versuchen es mit der Seilwinde rauszuziehen schleift es nur so durch dem Schlamm, direkt auf den beiden Achsen und dem Diff-Allrandanrieb…nicht gut.
Nach 4 Stunden geben wir auf und beschließen dem Boden eine weitere Woche zum Trocknen zu geben.
Nach einigen Tagen ist der Hilux auch draußen und ich verbringe mit Warrwick, Sean und Brad etwa 5 std. damit dieses Allradgetriebe auszubauen.. als wir das Getriebeöl auslaufen lassen ist auch klar was passiert ist. Diese kakaoähnliche Farbe macht klar das Wasser eingedrungen ist..also noch mal gut gelaufen. Das Ding ausgebaut (was ECHT nicht leicht ist, denn das Ding wiegt etwa ne Tonne!!) gereinigt und wieder eingebaut, frisches Getriebeöl eingefüllt funzt das Auto wieder : )
Was lernen wir daraus? Sobald Jungs echte Autos haben, machen sie mit denen den selben Quatsch wie mit ihren Spielzeugautos HAHAHAHA


Montag, 6. Dezember 2010

Weihnachten in Hotpants und Flipflops




Bevor ich mit meinem üblichen Beitrag beginne möchte ich meiner lieben Omi nachträglich alles Liebe und Gute zum Geburtstag wünschen!!! Geburtstagsgrüße aus dem Outback brauchen abissl : ) Omi es würde dir gefallen hier! Und deine Matröschka hat ihren Stammplatz neben meinem Spiegel wo ich sie immer sehen kann!

Nun Dezember in Australien ist Sommer das heisst bis auf einige flutartige Regengüsse, die hier alle, normalerweise sehr leeren Flüsse, zum überlaufen bringen, herrschen hier Temperaturen zwischen 25 und 40 Grad. So auch am 1. Dezember.
Ich bin wie immer sehr früh auf den Beinen, sitze auf dem Treppen vor unserem Haus und trinke meinen Kaffee, genieße die morgendliche Ruhe und meine Schale mit CocoPops. Die Sonne ist hier sehr schnell nahe dem Zenit und brennt deshalb auf mich herunter. Ich liebe dieses morgendliche Ritual!
Auf der Arbeit angekommen höre ich Weihnachtsmusik aus der Jukebox dröhnen und Kay meine Chefin ist damit beschäftigt unendlich viele Kartons anzuschleppen. Weihnachtsdeko. Wie komisch ist das denn? Ich hab eine Hotpants, Top und Flipflops an, schweissperlen auf der Stirn, weil es ziemlich heiss und schwül ist heute. Aber keiner sonst findet es komisch bei Hochsommer einen Weihnachtsbaum zu schmücken und unzählige Girlanden und Lamettas aufzuhängen… ich muss immer wieder meinen Kopf schütteln verdrehte Welt. Alle sind total aufgeregt..ich habe schon drei Einladungen für die Weihnachtsfeiertage, weiss aber noch nicht wohin ich geh..wobei eins mein Farvorit ist..mal sehn ob ihr erraten könnt welches es ist.
A: Meine Chefin und ihre Lebensgefährtin Jodie haben gesagt sie würden sich freuen wenn ich Weihnachten mit ihnen verbringe.
B: Die Mutter von Larry, meinem Mitbewohner hat gesagt ich könnte auf ihre Ranch mitkommen und mit Larrys Familie feiern.
C: Brad hat gefragt ob ich Lust hätte über die Weihnachtsfeiertage mit ihm und evtl. einen oder mehreren der anderen Jungs, nach Miles zu gehen. Dort ist das Anwesen seiner Eltern, samt Pool, Motocrossstrecke, Motrräder, Quads, Jeeps, Gewähren,  Pferden und Kamelen.
Beantworte die Quizfrage und gewinne ein Foto von mir auf einem Motorrad! Hahahaha
Aber wer weiss, ist noch eine lange Zeit bis dahin..und letzte woche hiess es noch wir gehen alle gemeinsam für eine Woche auf die paradiesische Insel Fraser ergo weisser pudriger Sand, türkisfarbenes Meer, Surfboards, Jeeps und viel viel Spaß. Mal sehn. Aber mit Sicherheit wir es WARM und SONNIG!!!!




20.11.2010 Roma Races


Roma Races
Die Roma Races (Pferderennen in Roma) sind hier in Injune und Umgebung das Ereignis schlechthin. Tausende von jungen und älteren Leuten Pilgern am Samstag Morgen nach Roma. Das Campgelände ist wie ein Schaubühne auf der jeder halbstarke SEIN Baby zur Schau stellen kann..und ich meine beide, Auto und weibliche Begleitung. Es gibt einen Dresscode, ganz nach altenglischer Tradition, Stoffhose, Hemd und passende Lederschuhe sind das Minimum für Männer. Die Mädels Cocktailkleid, Rock  und meisstens etwas halblebendes federartiges-hutmässiges auf aufwändig gestyltem Kopf. Und so treffen wir uns um 10Uhr, nach einer durchzechten Nacht alle aufgebretzelt vor dem Pub für ein Fotoshoot..bevor es losgehen kann.

Die Races sind schon etwas verwunderlich, eine Mischung aus Rock Im Park und einer offiziellen Abiabschlussfeier. Überall  Zelte, Bierdosen, Rumflaschen, Sand und provisorisch aufgestellte Klohäuschen..und zwischen drin junge Mädels in Miniröcken die verzweifelt versuchen auf ihren 15cm Absätzen durch roten australischen Sand zu stackseln…die vielen Spurrillen, hinterlassen bei Burnouts und Donats Minuten zuvor durch ihre Freunde, machen die Nicht leichter.
Im Endeffekt interessiert sich kaum jemand für die Renne…das beste findet auf dem Campgelände statt.. die meissten gehen gar nicht auf das offizielle Gelände. Nach unzähligen Rum-Cola Dosen und JD’s  wird das ganze ziemlich lustig. Männer mit „fascinisern“ (so nennt man diese federreichen Zierden auf Fräuleins Haupt) auf dem Kopf und Mädel, ihre Hieghheels mittlerweile in den Händen haltend mit Krawatten… Spielchen mit dem obligatorischen Funkgerät und Subwoofer-Battles …nach dem Thema, meins ist größer lauter besser hahaha … herrlich!





Die Party geht die ganze Nacht und ich teste zum ersten Mal die Schlaftauglichzeit meiner Lila..wirklich nicht schlecht muss ich sagen..etwas hart..aber das müsste mit einer Matratze behoben sein.
Nächter Morgen. Burnouts, Subwoofer und Autos die nicht anspringen wollen, weil die Subwoofer letzte Nacht ausgiebig genutzt wurden. Eins davon ist Jesses „Haile“… Eine Schmach für ihn, weil noch Tage das Thema aufkam, dass er für die Races eine extra Batterie kaufen sollte…Er wollte nicht und nun hatte er den Salat. Keiner hat Starterkabel…oh pardon..jemand schon! Lindelle, eine unserer Putzkräfte im Pub und eine komplett durchgeknallte Frau,sehr liebenswert. Und genause liebenswert ihr klitzekleines türkises Auto, ich glaub ein Suzuki, mit einer Autobatterie so groß wie eine Zigarettenschachtel. Und hahaha das wird Jesse nie wieder vergessen bzw. wir alle werden ihn das nie vergessen lassen.. wie eine kleiner türkiser Suzuki seinen (übrigens wirklicht tollen)  Toyota Hilux Ute Starthilfe gab!!! Hahaha


Donnerstag, 25. November 2010

16.11.2010 Canarvans Gorge

Soderle, meine drei  Tage frei sind rum und es gibt wieder Spannendes zu erzählen.
Es war einmal ein Freitag Montagmorgen,  an dem man mir sagte ich hätte drei Tage frei. Also ging ich zum Turisteninformation (ja sowas gibt’s hier hahaha) und erkundigte mich über Injune und Umgebung. Ein Nationalpark nicht weit von hier, hat mich begeistert und so beschloss ich, dass ich da am Wochenende hinfahre. Das erzählte ich dann auch schön brav den Leuten, worauf plötzlich alle mitwollten.. und die Junges lachten mich aus, weil ich ernsthaft vorhatte mit meinem „nichtwirklichem Allradantrieb“ da hinzufahren, denn die Strecke führ über unbefestigte Straßen, die teils überschwemmt sind, da es die letzten Tage ab und zu geregnet hat (was hier schon seit Jahrzehnten nicht der Fall war und deswegen die Flussbetten überfüllt sind).
Nun wer mich kennt weiss dass, so eine negative Betrachtungsweise der Dinge, mich eher noch mehr anspornt, als zu entmutigen! Also die Sache stand und alle freuten sich auf Sonntag!
Nun bekanntlich kommt vor Sonntag Samstag und da davor Freitag… einige die das hier lesen werden bereits wissen was das bedeutet, für die anderen werde ich‘s erklären:
 Also Freitagabend ist ein sehr amüsanter Spontantreff im Pub angesagt…das heisst viel Rum und Cola ( das Nationalgetränk in Queensland…Bunderburg Rum) und Billard und was eben  zu einem wirklich gutem Abend im Pub gehört… nach dem Motto „Welcome to the Jungle“ von Guns n Roses (unser Lied welches IMMER aus der Jukebox ertönt) wenn unsere Gruppe den Pub betritt.. Und so geht  das feuchtfröhliche Feiern in Brads Haus weiter, nachdem der Pub schliesst...und endet auf dem Redhill, unserem „OutdoorpartyClub“ hahaha mitten im Busch. Nachdem unser Fahrer, also Brad (der mit dem nagelneuem schwarzen Jeep und dem Glasauge) vor dem Jeep auf dem Boden eingeschläft, und die Gentleman Jack Flasche mittlerweile leer ist;), muss jemand anders fahren..hahaha
Am Samstag wache ich schon um 7 Uhr auf - ich weiss wirklich nicht warum ich das ständig tuhe ..ausschlafen hätt ja auch mal was…aber egal – dann habe ich bis 10 Uhr alles erledigt was man hier erledigen kann, mit Wäsche machen und Küche putzen und aufräumen…Naja dann Sms an alle möglichen Leute geschreiben, so ein freier Tag muss schließlich genutzt werden.  Bree, Sean, Jesse, Lindsey mussten arbeiten, Larry liegt wie immer in seinem Bett und surft im internet…Brad halbtod, schreibt mir zurück er hatte vor sein Auto zu waschen aber er ist zu kaputt. Nix da! Wer trinkt muss auch Autowaschen können, also fahr ich hin und schmeiss ihn von seinem Sofa!
Daraufhin bringen wir sein Auto auf Hochglanz..zwei Std für den Innenraum und  eine Stunde für außen..die Politur wollen wir am Montag draufmachen..genauergesagt  rede ich Brad ein, dass er eine braucht..denn wer kauft sich schon ein Auto für 50 Riesen und macht keine Politur drauf??!! Also abgemacht. Fertig mit dem Auto, geh ich meine obligatorischen 40 Bahnen schwimmen und danach wieder in den Pub. Es ist nix los, also geh zu ein Paar Leuten, die mich auf ein Bier auf ihre Veranda eingeladen haben. Diese Leute sind schon etwas komisch, aber auf eine harmlose Art und Weise. Wir machen nämlich einen Ball aus Leutstäbchen und spielen damit im Dunkeln hahaha..
Mein Handy klingelt, es sind die anderen, anscheinend auferstanden und wollen dass ich zu Brads Haus komme...whatever  -  etwas ist geschehen. Als ich dort ankomme ist die Stimmung etwas komisch, Jesse geht und Bree geht...ich frag was hier los ist. Kurzfassung: Sean, Jesse und Dylan arbeiten für Jesses und Dylans Vater. Und Sean und Jesse wollen am Sonntag frei haben, wegen dem Nationalpark. Dylan muss arbeiten und ist auch nicht eingeladen. Nun Dylan schmeisst ne Scene von Feinstem und haut ab. Vater ruft Jesse er soll ihn suchen. Also suchen alle Dylan. Letzendlich finden wir ihn auch.
Als sich die Lage beruhigt, spielen wir Messerdart. Mit  sowas wie Rambomessern haha. Danach wieder Redhill und Party.
Nächster Morgen es ist 5 Uhr ich bin wach. Toll. 3 Std geschlafen. Aber etwas Gutes hats immer, so kann ich endlich Fotos vom Sonnenaufgang machen!


Geplante Abfahrtszeit ist 10 Uhr. Um 10 Uhr fahren wir mit Bree zu Brads Haus, weil Sean und Brad kein Lebenszeichen von sich geben. Ich bin etwas stinkig, weil die zwei net mitwollen. Bree will Sean überreden (die haben was am laufen) und ich hab keine Lust auf Kindergarten, nachdem schon Jesse wegfällt, weil er anstatt Dylan arbeiten muss. Warrick geht net wenn Jesse net geht und Nathan muss auch arbeiten. Also sag ich „Wisst ihr was ich fahr allein, wenn ihr alle Luschen seid! Und ich fahre in einer halben Std. Wer will kommt, wer net, der hat Pech gehabt.“
Okay das muss überzeugt klingen. Sean und Brad erheben sich und fangen emsig an mein Auto zu untersuchen und zu überprüfen..sie trauen der Lady nicht. Aber nachdem sie nichts zu reparieren oder zum Nachfüllen finden fragt mich, ob ich tatsächlich denke, dass das Auto das schafft. Ich frag ihn ob er fahren will (HAHAHAHAHA das wirkt immer)… Also fahren sie mit. Und so starten wir Lindsey, Bree, Brad, Sean und ich Richtung Canarvans Gorge Nationalpark. 



Die Fahrt ist schon abenteuerlich, mit Kühen und Kängurus auf der Straße…hahaha…die sind überall und sehn es auch nicht ein sich von der Straße zu bewegen. Erst wenn man sie aus dem Fenster fast berühren kann  und den Motor aufheulen lässt laufen sie davon…



Dort angekommen ist erst mal Pause angesagt. Und es ist der Wahnsinn, ich fühl mich als ob ich aus der Wüste direkt in einen Urwald gelatscht bin. Kängurus und Wallabys hüpfen um uns herum, und im Hintergrund ein Grillenkozert, der Wald lebt. 
Stundenlang stapfen wir durch ein Jurassicopark-Szenario..die meisten Wege sind Trampelpfade..schwerer erreichbare Aussichtspunkte sind durch Treppen und Stufen leicht begehen. Es ist einfach wunderschön und so trotte  ich total erschlagen von der Schönheit hier mit viel Abstand den anderen hinterher. 



























Der absolute Höhepunkt ist eine Art halbe Höhle mit einem kleinen Wasserfall und einem Becken in dem sich das Wasser sammelt. Die Mossgardens wird dieser Ort genannt, weil dort meisstens alles voller Moos ist. Es ist wirklich warm hier und nach stunden des Laufens bleibt mir nichts anderes Übrig als ins Wasser zu hüpfen. Hahaha die anderen wollen nicht, komentieren mein Vorhaben mal wieder lachend mit Jana „the weirdo“ (die komische)..Tja pech, denn das Wasser ist wirklich wundervoll erfrischend aber nicht kalt! Okay den Gedanken dass es hier giftige Wasserschlangen gibt, schieb ich einfach mal bei Seite und geniesse den einzigartigen Moment :)



 Bree, Lindsey und ich :)
 und das ist ein Igelartiges etwas..ich hab mir den Namen nciht merken koennen...


               Einfach scheeee :))

Donnerstag, 11. November 2010

11.11.2010 Bree, Peter und Lisa



Hi an alle aus dem Outback : )

Auf die Frage meiner Oma hin, hab ich versucht rauszufinden was denn das Nationalgericht hier in Australien ist. Eine eindeutige Antwort kann ich darauf nicht geben..aber was ich sagen kann ist, dass die Essgewohnheiten hier anders sind.  Zum Beispiel bring ich meine Mitbewohner jedes Mal zum Lachen, wenn ich eine Tomate esse…“wie ein Apfel“ so nennen sie es.. hahah
und Bree isst ihr morgendliches Spiegelei mit Barbequesoße. 
Pommes wird hier mit Gravy gegessen, einer Art Rahmsoße..und Mayo auf meinen Pommes erzeugt immer wieder einen Ausdruck des Eckels auf den Gesichtern meiner Freunde hier. Mezzomix gibt’s hier gar net und Jack Daniels darf ich nicht "Jackie" nennen, weils ein männliches „Getränk“ ist..also JD hahaha.
Zum Mittagessen gibt’s alle möglichen Formen von Steak oder „Rissoles“ faustgroße Fleischbällchen. Beliebt sind auch „Bangers wich Mash“, eine Art Blutbratwurst mit Kartoffelbrei. Und immer die Gravy Soße dazu.
Zudem gibt’s hier nur selten dunkles Brot und das wird „Men’s Bread“ genannt…weils für hart arbeitende Männer ist.  
Der Durchschnittsaustralier isst Weissbrot. Auf den Pizzen hier ist auch Barbequesoße und am liebsten haben die hier Schinkenpizza oder Pizza Hawaii.
In Erstaunen versetzte ich einige der leute hier, als ich Salz und Pfeffer auf meinen Salat streute, weil „man das nicht macht“! Und Kaffeetrinken ist sehr erwachsen bzw. für langweilige mittvierziger Menschen hahaha.
Sämtliche Getränke (außer Bier natürlich) werden mit Unmengen von Eiswürfeln gereicht, für Frauen mit Röhrchen. Daraus kann man schliessen, dass Bier für Männer ist, da man es schlecht mit Röhrchen trinken kann^^
Tja und so werde ich hier immer wieder als „weard“ (komisch, seltsam..) charakterisiert hahahaha....hhmm  das kenn ich irgendwo her.
Meine Affinität für Sport, Kopfstand und Pilates  im Wohnzimmer, Zeichnen auf Autos und auf dem Boden sitzen, Gartenarbeiten machen oder einfach nur Aufräumen und Putzen, dabei Slipknot hören, machen das ganze komplett... hahahaha.
Die Jungs haben sich aber mittlerweile daran gewöhnt mit mir über Autos und Bands zu quatschen und mittlerweile reden sie sogar über sämtliche andere „Jungs-Themen“ mit mir und schauen jedes Mal verwundert wenn ich über ihre Witze lache oder sie selbst auf den Arm nehme hahaha. 
Jesse und Shawn haben das letzte mal vergeblich versucht ihre transportable Wasserhochdruckmaschine zum Laufen zu bringen...bis ich einfach nicht mehr zusehen konnte und sie lachenderweise darauf aufmerksam gemacht hab, dass es schwer ist eine Maschine zum Laufen zu bringen, wenn die Hauptverbindung zur Batterie gekappt ist und eine Sicherung draussen ist. Haha das war ein Spaß - und ein Tritt für ihre männliche Ehre..ich hab dann hoch und heilig versprechen muessen es niemandem zu erzählen..nun ich denke das zählt nur für die Leute in Injune hahaha
Aber nun zu der Nächsten, die ich euch vorstellen will: Bree
Sie arbeitet mit mir im Pub und ist einer meiner Mitbewohner. Ich habe sie sehr schnell in mein Herz geschlossen. Tja sie ist zwar total anders als ich aber sie ist einfach nicht normal und das mag ich an ihr..haha wir habene eine Menge miteinander…nachher muss ich euch die Geschichte von Peter der Spinnenratte  erzählen^^
Aber davor einiges zu Bree. Bree ist eine Partygirl aus Brisbane. Ihr Onkel arbeitet als Koch hier im Pub und so verschaffte er ihr den Job. Ihr hart verdientes Geld gibt Bree gerne schon am selben Abend im selben Pub aus und hat eine angeborene Abneigung zum Kochen. Das heisst sie ernährt sich von Chips oder Sandwiches aus dem Sandwichmaker. Sie ist total durchgeknallt aber auch liebenswert. Bree war auch die jenige, die mich am zweiten Abend hier einfach mitgeschleppt hat und mich an diesen Freundeskreis gebracht hat. Unser Lieblingsspiel ist Wasserballons werfen. Also man füllt einen großen Luftballon mit Wasser und wirft ihn solang hin und her bis er platzt! Hahaha ich bin unüberbietbar in diesem Sport, also kann man es wahrscheinlich von jedem Fleck in Injune hören wenn wir das spielen, weil Bree immer schreit wie eine Wahnsinnige hahahaha.
Zum Thema schreien..also eines nachts chillten wir im Wohnzimmer. Ich saß auf nem Sessel, Bree lag auf dem Sofa…wir quatschten und es war sehr entspannt bis ich etwas Tischtennisballgroßes unter ihr Sofa huschen saß. Es war schwarz und sehr schnell und deshalb schie ich "Bree da ist etwas". Daraufhin sprang sie, wie von der Tarantel gestochen, auf und hüpfte auf meinen Sessel. Nach einigen Überlegungen was es sein könnte versuchte ich unter das Sofa und die Sessel zu schauen, indem ich sie wegkickte...wer weiss was das schwarze Ding schon ist und vielleicht könnte es mich anspringen...?!! Also zurück auf den Sessel…hahaha dort saßen wir dann 3 Std zu zweit und philosophierten was es sein könnte.
Als erstes gaben wir ihm einen Namen..es ist einfacher über etwas zu reden wenn es einen Namen hat. Also nannten wir ihn Peter. Aufgrun der Größe und Farbe konnte es keine Schabe sein..vielleicht eine Spinne? Ne irgendwie net...aber auch keine Maus. Also schlossen wir, aus einer logischen Diskussion heraus, dass Peters Eltern eine Spinne und eine Ratte sind. Demnach ist Peter eine Spinnenratte. Und während wir so da saßen und überlegten was Peter denn so alles macht..kam eine riesengroße weisse Motte zu uns geflogen. Sie war unmöglich zu ignorieren, weil sie wie eine Verrückte von Wand zu Wand flog und jedesmal ein dumpfes „Dock“-Geräusch machte, wenn sie gegen die Wand flog.
Nachdem wir unseren Lachanfall endlich unter Kontrolle hattem, beschloss ich Lisa (ihr gaben wir auch einen Namen) von ihrem Wand-zu-Wand-Gedocke zu befreien und sprach beruhigend auf sie ein, während ich durch das ganze Wohnzimmer hüpfend versuchte sie einzufangen. Irgendwann hatte ich sie und beförderte sie vor die Tür. 
Kaum war die Tür zu, fing Lisa an lautstark zu protestieren und dockte daraufhin an die Tür hahahaha. 
Dann ging uns ein Licht auf und wir erkannten, dass Lisa die Braut (sie hat schließlich ihr weisses Brautkleid an) von Peter ist. Und da Peter so hässlich ist und sie ständig überall dagegen fliegt, muss sie blind sein. 
Nun wir schimpften viel mit Lisa, weil sie so viel Laerm machte und liessen sie nicht mehr rein. Worauf sie dann durch mein Schlafzimmerfenster reinschlich und in meinem Bett schlafen wollte HAHAHA, worauf ich sie erneut nach draussen befoerderte!
Peter haben wir seid dem nicht mehr gesehen, aber er ist auch ein komischer Kerl...Hahaha
Ein anderer Mitbewohner, der wohnt im Wassercontainer neben der Küche. Ist eine große Kröte, die nichts anderes zu tun hat als uns ständig mit ihrem ohrenbetäubendem Gequake, welches durch die Akustik in einem Wassercontainer verstärkt wird, zu nerven. Haha und so wird es nie langweilig hier in Injune : )
Dieses Wochenende planen wir eine Tagesausflug zum Nationalpark Carvenons George, etwa eineinhalb autostd von hier entfern..mal sehn ob wir Peters Verwandte treffen hahaha


P.S.: achja und hier Bilder von Lady Lila